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191. Münchner Oktoberfest
19. September - 4. Oktober 2026
Update:

Erster Wiesn-Tag 2026 auf der SanitätsstationLIVETICKER – Sanitätsstation 1. Wiesnwochenende

Etwas Bier zu viel und so mancher ist nicht mehr in der Lage, den Weg heim alleine zu finden und legt ein Nickerchen in der Sanitätswache ein. Andere müssen sich wegen kleiner oder auch größere Wehwehchen verarzten lassen.

Foto:  (Foto: Frederic Eichinger)
sani (Foto: Frederic Eichinger)

19:30 Uhr: Bisher mussten 100 Patienten mit einer der Tragen in die Sanitätswache gebracht werden. Insgesamt ist die Stimmung aber trotz bereits 450 Versorgungen gut. Das Team der Sanitätswache ist für jeden verfügbar, der Hilfe braucht - zur Entlastung der Münchner Kliniken sogar Tag und Nacht. Früher mussten Patienten teilweise nach Wiesn-Schluss selbst dann in umliegende Kliniken verlegt werden, wenn sie nur noch etwas länger ihren Rausch ausschlafen mussten. Das ist inzwischen nicht mehr notwendig, da auch nachts Personal vor Ort ist und sie betreuen kann.


18:10 Uhr: Der neu eingeführte Supervisor kommt zum Einsatz: Das Fahrgeschäft Predator ist während der Fahrt ausgefallen und die Fahrgäste mussten etwa 5 Minuten kopfüber in ihren Sitzen hängend ausharren. Als die Mitarbeiter der Sanitätswache zeitgleich mit Polizei und Feuerwehr am Einsatzort ankamen, waren alle Fahrgäste bereits wieder aus ihren Sitzen befreit und sahen die Welt nicht mehr kopfüber. Einige klagten jedoch noch über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme. Sie wurden vor Ort untersucht und so lange betreut, bis sie wieder ohne Probleme zurück aufs Festgelände konnten.


17:00 Uhr: Die Wiesn ist gerade mal 5 Stunden "alt" und die Zahl der Patientinnen und Patienten hat bereits die 300 überschritten. Ein Zwischenranking der Einsatzursachen:
Platz 1: Kreislaufprobleme wie Synkope/Kollaps
Platz 2: Alkoholintoxikation
Platz 3: Chirurgische Verletzungen an den Extremitäten wie Schnittwunden.

Die Aicher Ambulanz ist mit ihren Mitarbeitern auch weiterhin im Einsatz und bringt hoffentlich alle Besucher und Mitarbeiter gut durch den Abend und zur Not auch durch die Nacht.


15:45 Uhr: Der erste alkoholbedingte Notfall muss eingesammelt werden. Ein 19-jähriger Münchner hat das Wiesnbier unterschätzt und kann sich nicht mehr auf seinen Beinen halten. Seine Freunde und Begleiter rufen die Sanis und die Trage 78/8 rückt aus. Der junge Mann wird vor Ort versorgt und mit Infusionen stabilisiert. Zur weiteren Abklärung, ob eventuell eine weitere Erkrankung Ursache sein kann, kommt er in die Wiesn-Wache und bei Bedarf wird auch das CT hinter der Sanitätswache zum Einsatz kommen.


15:35 Uhr: Ein 25-jähriger Berliner hat anscheinend seine Kräfte überschätzt. Beim Armdrücken zog er den kürzeren und brach sich den Arm. Auch abseits des Fussballs haben es Berliner dieses Wochenende schwer in München…


14:30 Uhr: Die Sanis sind auch gut im Wiederfinden! Eine 80-jährige Wiesnbesucherin suchte verzweifelt nach ihrer Enkelin. Ein Tragenteam half und zeigte der Dame, wie sie der Enkelin ihren Live-Standort übermitteln kann und so konnten die beiden erfolgreich wieder zusammengeführt werden.


13:30 Uhr: Das warme Wetter und die Vielzahl von Menschen fordert - kleinere Verletzungen bis hin zu Synkopen und Kollaps halten das Team auf Trab. Inzwischen ist die Zahl der versorgten Patientinnen und Patienten auf 120 gestiegen. Darunter auch ein 9-jähriges Mädchen, das von einer Wespe gestochen wurde. Der erste alkoholbedingte Einsatz steht erstaunlicherweise noch immer aus.


12:20 Uhr: 20 Minuten nach dem Anstich gab es den ersten Einsatz wegen eines vermutlich stressbedingten Herz-Kreislauf-Problems. Neben einem Team aus Sanitäterinnen und Sanitätern eilte auch ein Notarzt zum Einsatzort im Biergarten der Bräurosl. Der Patient wurde im Anschluss direkt in eine Klinik abtransportiert.

Einsatz der Sanitäterim Biergarten der Bräurosl(Foto: Aicher Ambulanz Union)
Einsatz der Sanitäter
im Biergarten der Bräurosl
(Foto: Aicher Ambulanz Union)

Bis 11:30 Uhr wurden bereits 50 PatientInnen versorgt. Neben Notfällen, die von den Teams eingesammelt wurden, haben auch einige bereits den direkten Weg zur Sanitätswache gefunden. Von Kopfplatzwunden über Gesichtsverletzungen bis hin einem Krampfanfall war schon alles dabei.

Die Kutsche von Ministerpräsident Markus Söder hat es früh auf die Wiesn geschafft und er nutzt die Zeit und schaut in der Sanitätsstation vorbei. Er unterhält sich mit Team und Leitung und wünscht dem gesamten Team eine sichere Wiesn.

Frühmorgens, noch lange vor Wiesn-Start, findet in der Sanitätswache die Morgenbesprechung statt. Für den ersten Wiesn-Samstag hatte die Aicher Ambulanz 150 der insgesamt 430 Einsatzkräfte eingeplant. Insgesamt ist während der Wiesn der Einsatz von 36 Ärzten vorgesehen, von denen heute 10 auf dem Arbeitsplan stehen. Ab 9 Uhr sind alle anwesenden Kräfte eingeteilt und die ersten Patientinnen und Patienten mit kleineren Verletzungen haben den Weg schon gefunden oder wurden geholt - der erste Notruf ging bereits um 9:09 Uhr ein. Bis halb zehn waren bereits 5 Patienten versorgt; 4 davon mussten die Teams erst auf dem Gelände einsammeln. Neben den fast schon gewohnten kleineren Verletzungen im Zuge des "Einlaufs" auf die Wiesn kam es auch zu einem Krampfanfall. Noch gab es keinen Patienten nach zu viel Bier.


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